Montag, 29. Oktober 2007

Feuer über Berlin

Das Wochenende habe ich in Berlin verbracht, da berufliche Termine eine Heimfahrt nicht so sinnvoll erscheinen ließen. Dafür hat sich Berlin nicht lumpen lassen und mir ein Feuerwerk spendiert, das ich ganz genüsslich von meiner Bude genießen konnte. Deshalb nur ein paar Bilder.







Donnerstag, 25. Oktober 2007

Jack Bauer im Einsatz

Die Waldbrände in Kalifornien werden nicht mehr lange andauern. Jack Bauer hat die Dreharbeiten zur neuen Staffel von "24" unterbrochen und wird die Waldbrände nun alleine löschen.

Oder sind die Dreharbeiten wegen der Waldbrände gestoppt worden und Jack hat sich in Sicherheit gebracht - nein, so war das glaube ich nicht.

Genaueres hier.

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Deutsche Bahn erhält 5000 Lokführer-Bewerbungen

Der Tarifstreit der Lokführer mit der Deutschen Bahn hat offensichtlich keine Auswirkung auf die Attraktivität des Berufs: Rund 5000 Bewerbungen hat das Unternehmen auf seine Anzeigenkampagne erhalten, wonach 1000 Lokführer gesucht werden. Hier mehr.

Warum sollte der Streik Auswirkungen auf die Attraktivität haben: Die Bewerber gehen davon aus, dass sie zukünftig mehr verdienen werden!

Mit „Laserpistole“ gegen Gammelfleisch

Das Fleisch ist rot, liegt verlockend in der Auslage, ist sorgfältig in eine saubere Plastikfolie eingeschweißt und sieht frisch aus. Mit bloßem Auge ist nichts Verdächtiges zu erkennen, und auch die Nase kann wegen der Folie nicht weiterhelfen. Auf diese Kennzeichen angewiesen, sind die Verbraucher in den letzten Jahren sehr vertrauensselig mit der Lebensmittelindustrie umgegangen. Es handelte sich leider in manchen Fällen um sogenanntes „Gammelfleisch“, ältere, umetikettierte Ware und minderwertiges Fleisch.

Ein Forschungsprojekt will dem nun Abhilfe verschaffen. In einem Verbundprojekt des Bundesforschungsministeriums (BMBF) entwickeln Forscherinnen und Forscher der TU Berlin zusammen mit mehreren außeruniversitären Instituten ein System aus intelligenten Etiketten und hochsensiblen optischen Sensoren, das den Zustand des Fleisches sekundenschnell erkennen, seinen Weg vom Schlachthof auf den Tisch minutiös und zweifelsfrei zurückverfolgen und jederzeit abrufen kann. Lebensmittelkontrolleuren, aber vor allem dem Endverbraucher wäre damit eine völlig neuartige, effektive Kontrollmöglichkeit gegeben, die Beschaffenheit des Fleisches zu kontrollieren.

Herzstück des mit mehr als drei Millionen Euro geförderten Projekts „FreshScan“ ist der Frische-Scanner, ein Handmessgerät – „Laserpistole“ –, das das Alter sowie die Beschaffenheit des Fleisches mittels Raman-Spektroskopie feststellen kann. Von der Arbeitsgruppe Laserspektroskopie um Privatdozent Dr.-Ing. Heinz-Detlef Kronfeldt und Dr. Heinar Schmidt im Institut für Optik und Atomare Physik der TU Berlin wurde Ende September 2007 ein Demonstrator fertiggestellt, mit dem bereits in wenigen Wochen Messungen direkt im Schlachthof durchgeführt werden sollen.

Die „Laserpistole“ nutzt die Ramanstreuung: Die Probe wird mit Laserlicht bestrahlt und das zurückgestreute Licht detektiert. Dieses Licht ist charakteristisch für die im Fleisch enthaltenen (Bio-)Moleküle. Man erhält einen „Fingerprint“ des Fleisches. Dieser ändert sich mit der Frische des Fleisches und lässt somit Rückschlüsse auf dessen Zustand zu. Selbst durch die Verpackung hindurch soll der Endverbraucher künftig überlagertes und minderwertiges Fleisch identifizieren können. „Ich könnte mir vorstellen“, so Kronfeldt, „dass die Laserpistole mit dem Scanner kombiniert an der Ladenkasse eines Supermarktes eingeführt wird.“ (Quelle: Pressestelle TU-Berlin)

Vielleicht findet diese Pistole zukünftig auch im privaten Bereich eine sinnvole Anwendung, z.B. bei Diskothekenbesuchen zum herausfiltern von "Frischfleisch". (Das war wohl wieder knapp daneben.)

Montag, 22. Oktober 2007

Gib Gummi



Kimi Räikkönen ist Weltmeister in der Formel 1! Wer hätte das gedacht? Von den möglichen drei Titelaspiranten war er derjenige mit den geringsten Aussichten - und doch hat er es geschafft.
1. Er ist in diesem Rennen gut gefahren
2. Felipe Massa hat ihn super "unterstützt"
3. Das Team hat eine hervorragende Taktik zum Einsatz gebracht (und bei Massas Unterstützung stark mitgeholfen)
4. Das Auto hat gehalten (was man nicht von jedem FIAT sagen kann)
5. McLaren-Mercedes ist am Ende die Puste ausgegangen
6. Zwischen Räikkönen und Hamilton lagen am Ende fünf Fahrer

Der Große Preis von Brasilien war damit spannend bis zum Ende (und ein bisschen darüber hinaus) und sorgte für eine echte Überraschung. Und der Iceman war in seiner Bewertung dann auch nicht mehr so kühl: "Ich muss dem ganzen Team danken. Felipe und ich waren ein perfektes Team. Ich werde noch den ganzen Monat auf Wolke sieben schweben. Es ist schwer, in Worte zu fassen. Drei Mal war ich schon knapp dran, den WM-Titel zu holen, aber nie hat es gereicht. Auch dieses Jahr sah es lange so aus. Wir hatten eine tolle Saison. Die Formel 1 macht mir viel mehr Spaß in diesem Jahr. Was jetzt noch kommt, ist Zubrot."

Also auch ohne Michael Schumacher eine spannende Saison - auch wenn die Deutsche Hymne in dieser Saison nicht aufspielte. Der einzige deutsche Podiumsbetreter war Nick Heidfeld - mit seinem 2. Platz in Kanada und dem 3. in Ungarn sorgte er für die sichtbaren Erfolge in einem Fahrerfeld, das ganz gut mit deutschen Fahrern bestückt war.

Freuen wir uns einfach auf die nächste Saison. Mal schauen, ob der "Überflieger" Hamilton seine Überraschungsform fortsetzen kann und wieviele Fahrer eigentlich wirklich Auofahren können. Immerhin verschwindet dann die elektronische Traktionskontrolle aus den Fahrzeugen und in der Spur zu bleiben, wird damit stärker vom Fahrer und seinem Können abhängen, als von der Elektronik. Lassen wir uns überraschen.

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Fluchen tut gut!

Unter dieser Überschrift gibt es ein neues "Schlußlicht" bei tagesschau.de.

"Harmonie am Arbeitsplatz mag gut sein, mal so richtig mal fluchen ist noch besser - davon ist zumindest Management-Professor Yehuda Baruch von der Norwich Business School ist überzeugt: "Verwendung von unkonventionellen und gesellschaftlich fragwürdiger Sprache kann ein nützliche emotionale Freisetzung und ein wirksames Mittel zur Förderung der sozialen Beziehungen mit anderen sein", schreibt er in seinem Beitrag für das "Leadership and Organisation Development Journal". Wer ab und zu mal Kraftausdrücke verwende, der löse Spannungen und Frustration und trägt so dazu bei, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Letztlich profitieren dadurch Arbeitnehmer wie Arbeitgeber gleichermaßen, so Baruch. Umgekehrt würde ein Fluchverbot Arbeitsmoral, Solidarität und Motivation reduzieren.

Gegenüber Vorgesetzten und Kunden sollte man jedoch, zumindest in deren Anwesenheit, mit Verbalinjurien eher vorsichtig sein, meint Baruch. Ungekehrt sei es für Chefs eine echte Herausforderung, herauszufinden, wann es sinnvoll sein mag, "Kommunikationsformen zu ignorieren, die nicht ihren eigenen Standards entsprechen". Im Interview mit der Zeitschrift "The Globe and Mail" outete sich der Professor allerdings selbst als Fluch-Muffel: Er selbst habe eine tiefe Abneigung gegen Profanität und vermeide sie grundsätzlich.

Ob sich das Arbeitsklima langfristig durch Fluchen verbessern wird, werden wohl nur Praxisversuche zeigen. Für die sich sicherlich genügend freiwillige finden lassen. Eines ist jedoch sicher: Was bei Kollegen vielleicht noch funktionieren mag, hat sich jedoch bei Hard- und Software weitgehend als sinnlos erwiesen - bei besonders sensibler Technik kann sie sogar kontraproduktive Ergebnisse haben. Dies ergaben zumindest diverse Langzeitstudien bei tagesschau.de."

Ich habe gerade mal kräftig geflucht. Sitze nämlich noch bei der Arbeit am Schreibtisch (ich bin schon ausgestochen, bloggen ist ja keine Arbeitszeit). Am Klima hat sich nichts geändert. Ist ja auch niemand mehr da - außer mir. Die einzige Folge scheint zu sein, dass sich mein Computer erschrocken hat: der arbeitet seitdem merklich langsamer. Vielleicht sollte ich jetzt einfach gehen.

Kleine Tour de Berlin

Als "Rheinländer", der unter der Woche in Berlin arbeitet, gehört der Feierabend im Regelfall nicht zu den wirklich spannenden Momenten im Leben. Der gestrige Abend stellt hier eine der wenigen Ausnahmen dar.

Zwei rheinische Dorfnachbarn hatten unabhängig voneinander gestern und heute beruflich in Berlin zu tun. Dies führte dazu, dass wir uns gestern Nachmittag/Abend ganz zwanglos auf ein Bier trafen.

Unser Ausgangs- und Treffpunkt war das Georgs-Bräu im Nikolaiviertel. Das hauseigene Bier schmeckt eigentlich ziemlich gut. Aber auch das Nikolaiviertel entwickelt sich zur Touristenfalle, was man an den Bierpreisen zu spüren bekommt. Unter diesem Aspekt sollte man sich gleich einen Pitcher gönnen - da spart man auf den Liter Bier immerhin über 2 Euro. (Tipp: Nicht zu spät hingehen, denn die machen für Berliner Verhältnisse früh dicht, wenn nicht mehr so viel Gäste da sind.)

Danach schlenderten wir Richtung Bahnhof Friedrichstr., um einen Bierwechsel vorzunehmen und was für den Stoffwechsel zu tun. Ziel war die Deponie Nr. 3 in der Georgenstr. Eigentlich nettes Ambiente, aber gestern Abend gab es nur noch Platz im großen Nebenraum. Dort fand irgendeine Betriebsfeier statt und die Live-Musik war ziemlich laut (und auch nicht so gut). So haben wir unsere "Berliner Pferdeäppel" gegessen und uns dann möglichst schnell vom Acker gemacht.

Und wo nehmen "Rheinländer" in Berlin ihr Abschlussbier ein? Natürlich in der Ständigen Vertretung. Dort hatten wir dann auch das "Vergnügen", dem Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft beizuwohnen. Das führte letztlich dazu, dass der Kölschdurst nicht übermächtig wurde.

Im Resüme kann ich nur feststellen, es war ein wirklich schöner Abend, aber das lag natürlich vor allem an meinen Nachbarn. Mal sehen, wann es sie wieder an die Spree treibt.

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Festival of Lights



Mit einem Feuerwerk an Illuminationen und Veranstaltungen verwandelt das FESTIVAL OF LIGHTS™ auch 2007 wieder die deutsche Hauptstadt zwei Wochen lang vom 16. bis 28. Oktober in eine einzigartige Glitzermetropole. Weltberühmte historische Wahrzeichen und Orte Berlins, wie das Brandenburger Tor, der Funk- und der Fernsehturm, werden spektakulär mit Licht, Events, Projektionen und Feuerwerk in Szene gesetzt. Begleitet wird das Festival von zahlreichen Kunst- und Kulturveranstaltungen rund um das Thema Licht.

Die Besucher Berlins können allabendlich auf speziellen Lightseeing-Touren mit dem Light-Liner, dem Light-Ship, dem Light-Velo und dem Light-Cruso die Illuminationen erleben. Besonders die Wochenenden locken mit Veranstaltungshighlights. Am ersten Festivalsonnabend, 20. Oktober, präsentieren sich in der "Nacht der offenen Türen" viele der illuminierten Gebäude mit Special-Events bis Mitternacht.

Am zweiten Festivalsonnabend, 27. Oktober, gibt es auf dem Berliner Kurfürstendamm bereits zum 15. Mal die "Lange Nacht des Shoppings", Deutschlands erfolgreichstes Shopping-Event. Einkaufen bis Mitternacht in der traumhaften Illuminierung des FESTIVAL OF LIGHTS™.

Startschuss für das diesjährige FESTIVAL OF LIGHTS™ ist eine faszinierende öffentliche Feuerwerk-Laser-Show am 16. Oktober ab 22 Uhr auf dem Alexanderplatz.

Über das genaue Programm kann man sich hier informieren.

Zur Eröffnung gestern gab es schon wunderbare Bilder, von denen ich leider nur das Ende mitbekommen habe.

Dienstag, 16. Oktober 2007

Tusch mit der Blechtrommel



Na ja, es gehört nicht zu den Geheimnissen in unseren Land - Günter Grass wird heute 80. Auch von mir die besten Wünsche und viel Erfolg beim Kopfstand im engsten Familienkreis. Ich hoffe, es entspringen keine neue Kopfgeburten und auch das Katz und Maus-Spiel hält sich im Rahmen.

Hin und her gerissen, welches eigentlich mein Lieblingsbuch von ihm ist, stelle ich fest, sein Werk ist ein bunter Zoo: Katze, Maus, Hund, Schnecke, Butt, Ratte, Krebs. Und für den Elefant im Porzellanladen hat er selber immer wieder gesorgt, aber streitbare Menschen sind so - und das ist gut.

Montag, 15. Oktober 2007

Mal was Neues probieren?

Hin und wieder mal Essengehen? Vielleicht dabei in der eigenen Region was Neues probieren? Oder für einen Städtebesuch schon mal zu Hause interessante Restaurants finden?

Kein Problem. Man muss ja nicht immer im Guide Michelin schauen. Auch hier kann man fündig werden.

Ich habe bisher nur stichprobenartig in der Vergangenheit getestet - also wo war ich schon und stimmen die Erfahrungen mit meinen Eindrücken. Ergebnis: Ja. Schade, dass es noch einige "Lücken" gibt, aber Internetangebote können ja mit der Zeit wachsen. Ich werde die Schlemmerinfos einfach mal bei meinen nächsten Dienstreisen ausprobieren.

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Gegenübergestellt - Ausbildung

Als großen Erfolg bewerteten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft die Bilanz des Ausbildungsjahres 2007. Deutlich mehr Ausbildungsplätze und deutlich weniger unversorgte Bewerberinnen und Bewerber zeigen den Erfolg des Ausbildungspakts.

"Der Aufschwung ist endlich auch bei den jungen Menschen angekommen", sagte Bundeswirtschaftsminister Michael Glos am 11. Oktober in Berlin. Er bedankte sich bei der Wirtschaft, die erstmals wieder 600.000 Ausbildungsstellen besetzt hat.

In Industrie und Handel wurden 331.700 Ausbildungsverträge abgeschlossen, im Handwerk 155.900 und bei den Freien Berufen 43.100. Das sind über acht Prozent mehr Verträge als im Jahr zuvor. Zusammen mit den übrigen Ausbildungsbereichen ist zu erwarten, dass in diesem Jahr mehr als 600.000 Ausbildungsverträge abgeschlossen werden. Das wäre das erste Mal seit 2001.

Ende September waren bei den Arbeitsagenturen noch 18.400 unbesetzte Ausbildungsplätze registriert. Ihnen standen 29.100 unversorgte Bewerberinnen und Bewerber gegenüber, die niedrigste Zahl seit 2002. Die rechnerische Lücke betrug damit zu Beginn der Nachvermittlung 10.700. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Verringerung um mehr als zwei Drittel.

Besonders erfreulich ist die große Zahl von Altbewerbungen, die in diesem Jahr zum Zuge kamen. So haben 54 Prozent der neu eingestellten Auszubildenden im vergangenen Jahr oder davor bereits die Schule abgeschlossen.

Die Partner des Ausbildungspakts haben ihre Zusagen eingehalten und sogar übertroffen. So wurden 68.500 neue Ausbildungsplätze und 43.400 neue Ausbildungs­betriebe eingeworben.(Quelle: Regierungsonline)


Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock bewertet die leicht gestiegene Zahl betrieblicher Ausbildungsplätze als "erfreulich". "Diese Entwicklung löst jedoch nicht einmal im Ansatz die Probleme auf dem Ausbildungsmarkt. Wir haben zwar ein Plus von 8650 betrieblichen Ausbildungsplätzen. Aber die Zahl der außerbetrieblichen Ausbildungsplätze hat sich mit 93.000 mehr als verdoppelt," sagte Sehrbrock am Donnerstag in Berlin. "Eine außerbetriebliche Ausbildung ist immer nur die zweitbeste Lösung: für die jungen Frauen und Männer genauso, wie für die Gesellschaft, die finanziell für die mangelnden Ausbildungsanstrengungen der deutschen Wirtschaft einstehen muss."

Sehrbrock verwies auf die Zahlen des Berufsbildungsberichtes 2007, nach dem der Anteil der ausbildenden Betriebe wieder um zwei Prozent gesunken ist und nun einen neuen Tiefststand von 21 Prozent erreicht hat. "Fast 80 Prozent bilden nicht aus," kritisierte Sehrbrock.

Die gestiegene Zahl außerbetrieblicher Ausbildungplätze gehe maßgeblich auf die Forderungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes nach einem Sofortprogramm der Bundesagentur für Arbeit zurück. "Wir haben uns politisch dafür stark gemacht, weil wir mehr als 300.000 so genannte Altbewerberinnen und -bewerber nicht im Regen stehen lassen wollen. Aber Wirtschaft und Politik muss klar sein, dass außerbetriebliche Ausbildungsplätze nur eine Notlösung sind," sagte Sehrbrock. Der konjunkturelle Aufschwung gehe an vielen Altbewerberinnen und -bewerbern vorbei. "Unternehmen entscheiden sich im Zweifelsfall für diejenigen, die gerade die Schule verlassen haben und nicht für jemanden, der schon älter ist."

Um den Ausbildungsmarkt dauerhaft zu stabilisieren, fordert der DGB die Einführung ausbildungsbegleitender Hilfen für alle Jugendlichen nach dem Vorbild der Schweiz. Darüber hinaus soll eine Ausbildungsumlage dafür sorgen, dass sich Unternehmen ihrer Verantwortung nicht länger entziehen.(Quelle: DGB)

8.650 betriebliche Ausbildungsplätze mehr - ein Armutszeugnis unserer Wirtschaft. Das politische Lobhudeln von Herrn Glos völlig fehl am Platz.

Mausetot

Die ultramoderne Mausefalle "RADAR" ("Rodent Activated Detention and Riddance Unit")der Firma Rentokil lockt den Nager an, schließt ihn luftdicht ein und vergast das Tier - alles vollautomatisch. Aber es geht in der gleichen High-Tech-Manier weiter: RADAR benachrichtigt auch den Aufsteller der Falle per SMS oder E-Mail.

Konzipiert ist diese Schädlings-Hinrichtungsmaschine für Industriekunden. Auf anderen Blogs wird bereits angeregt, eine automatische Kadaverbeseitigung zu integrieren. Aber wie wäre es mit einer integrierten Web-Cam - das Filmchen könnte man dann live auf dem Handy sehen.

Dienstag, 9. Oktober 2007

Johannes B. Kerner hat mehr Rückgrat als ich dachte

Kerner schließt Herman aus seiner Sendung aus
Hamburg (dpa) - Johannes B. Kerner hat während der Aufzeichnung seiner ZDF-Talkshow die frühere NDR-Moderatorin Eva Herman aus der Gesprächsrunde ausgeschlossen. Zuvor hatte Kerner sie fast 50 Minuten lang immer wieder gefragt, ob sie ihre Äußerungen zu den familiären Werten im Nationalsozialismus heute so wiederholen würde. Doch Herman wich mehrfach aus. Zudem sagte sie, dass man nicht mehr über deutsche Geschichte sprechen könne, ohne sich zu gefährden. Daraufhin sagte Kerner, er verabschiede sich von Eva Herman.
erschienen am 09.10.2007 um 20:15 Uhr

Diese Meldung auf dem Newsticker von Welt.de hat mich doch überrascht: Hut ab, Herr Kerner.

Des Deutschen liebstes Kind ...

... ist derzeit wohl nicht das Auto, sondern die Bahn. Der Lokführerstreik scheint so sicher wie das Amen in der Kirche. Die Tagesschau titelt dazu: Völlig verhärtete Fronten bei der Bahn. Aber damit noch nicht genug. Nun geht auch noch bahnintern einiges schief und die Fronten auf der Manageretage spitzen sich zu. Bahn-Manager zoffen sich über Termin für Parlamentarier heißt die Schlagzeile dazu von Spiegel-Online.



Vielleicht sollte die Bahn nicht 1.000 Lokführer/innen suchen, sondern 40 teamfähige Leitungskräfte.

Niedersachsens Polizei kämpft mit Spam

Ein Computer beim Informatikzentrum Niedersachsen soll aufgrund Spam-Mails vollkommen überlastet sein. Genau dieser PC versorgt alle Polizeiwachen des Landes und das Landeskriminalamt. „Zurzeit sind etwa 200.000 Mails in der Warteschleife und können nur ganz langsam bearbeitet werden“, stellt ein Sprecher von der Zentralen Polizeidirektion fest und bestätigt das Computer-Problem.

Es führe dazu, dass Mails von Bürgern die Dienststellen mit großer Verspätung erreichten und Mails von Polizisten erst nach Tagen an die Empfänger zugestellt würden. Dagegen funktioniere der Mail-Verkehr innerhalb der Polizei ohne Probleme. Laut Bericht erreichen normalerweise 700.000 Mails pro Woche das Rechenzentrum. Zur Zeit seien es aber bis zu sieben Millionen, vor allem Werbung, Börseninformationen oder Ähnliches. Als erster Schritt soll jetzt die Zahl der Server für die Polizei verdoppelt werden.

Keine Aussagen werden im Moment dazu getroffen, welche weiteren Schritte zur Problemlösung beitragen sollen. Auch sind momentan keine Informationen zu erhalten, ob den Polizeibehörden derzeit verdeckte Online-Durchsuchungen möglich sind. Ich selbst frage mich, ob es sich tatsächlich um einen Spamangriff handelt oder ob der Bundestrojaner die Landesgesetzeshüter durchleuchtet?

Montag, 8. Oktober 2007

Portal zur Zeitgeschichte

Was macht Geschichte aus? Dass was Historiker im Rückblick als erwähnenswert und wissenswert finden? Das kann es eigentlich nicht sein. Geschichte - gerade auch Zeitgeschichte - ist mehr, als nur die Highlights von politischen, kulturellen oder gesellschaftlichen Ereignissen festzuhalten.

Aber Abhilfe ist geschaffen! Wer mehr will, als seine Historikerkenntnisse zu bestimmten Stichworten in Wikipedia seinen Mitmenschen zur Verfügung zu stellen, kann jetzt zu zeitgeschichtlichen Ereignissen seine persönliche Sicht der Dinge kund tun.

Der Spiegel hat ein eigenes Internetportal zur Zeitgeschichte eröffnet. Der Name ist Programm: Einestages. Hier klingt nicht nur das Historische durch, sondern für mich in Abwandlung der Märcheneingänge "Es war einmal..." auch ein wieder belebendes Motiv der zum Teil verloren gegangenen Erzählkultur. Das Portal ist nur einen Klick entfernt und bietet Spannendes für Leser und Schreiber.

Freitag, 5. Oktober 2007

Fußball - Amen

Nach einem langen Fußballabend und durchaus zwiespältigen Gefühlen zu den spielerischen Leistungen, reißt mich eine Tagesschau-Meldung aus meiner Lethargie:

Der Vatikan will Moral und Anstand in den Profisport bringen. Der Drittligaklub AC Ancona will als erster Profifußballverein in Italien den Ethikcodex der katholischen Kirche unterstützt. Darin verpflichten sich Spieler und Fans zu Fairness und die Vereinsführung dazu, sauber zu wirtschaften. Dies sei, heißt es aus dem Vatikan, ein wichtiges Signal für den italienischen Fußball, der in den vergangenen Jahren mit Bestechung, frisierten Bilanzen und manipulierten Spielen zu kämpfen hatte.
Kommende Woche soll die Zusammenarbeit der Kirche mit dem Drittligaklub offiziell vorgestellt werden. Aus diesem Anlass wollen die Vereinsführung und die Fußballer des AC Ancona an der Massenaudienz auf dem Petersplatz teilnehmen.

Die Frage, wann dieser Ehrenkodex auch Deutschland erreicht, wird in der Meldung leider nicht beantwortet. Also dürfte noch nicht ganz klar sein, wann der FC Bayern München auf dem Petersplatz zur Massenabsolution eintreffen wird. Aber ich glaube, da habe ich wieder was falsch verstanden.

Dienstag, 2. Oktober 2007

iPhone vor Gericht

Eine iPhone-Käuferin hat gegen Apple eine Schadenersatzklage über eine Millionen Dollar eingereicht. Nein, das Gerät ist ihr nicht um die Ohren geflogen, sondern sie wirft dem Konzern vor, mit seiner drastischen Preissenkung von 200 Dollar nur zwei Monaten nach der Markteinführung gegen das Gesetz verstoßen zu haben.

In der Klageschrift stellt die Klägerin fest: Frühe Kunden wie sie könnten das Produkt nicht für den gleichen Profit weiterverkaufen wie Käufer, die das Gerät erst nach dem Preisrutsch erworben hätten.

Ich befürchte, das Gericht wird der Klägerin Rechtgeben und Apple zu einer saftigen Strafe verurteilen. Apple sollte dann die Schadenersatzzahlung in Naturalien begleichen und der Geschädigten 3.300 iPhones in die Hand drücken.

Schon wieder Bayern

Zu viele Posts aus einer Region, in der man selber nicht beheimatet ist, finde ich eigentlich nicht so gut. Und trotzdem kann ich nicht anders - schon wieder Bayern. Aber der Schreck sitzt noch so tief in den Knochen.

Er ist ja gerade eben erst zum CSU-Vorsitzenden gewählt worden: Erwin Huber. Und schon droht er der gesamten Republik. Ab 2009 wird er sich nur noch auf die Bundespolitik in Berlin konzentrieren (und das ohne Rückfahrschein - diese Pointe gegen Edmund ist ja noch ganz nett). Aber das darf doch trotzdem nicht als Grund ausreichen, so schwere Geschütze aufzufahren.

Herr Huber ist 2009 erst 63 Jahre, eigentlich Zeit für die Rente, aber welcher Politiker geht schon mit 60-irgendwas in Rente.

Der "Bubenstreich" würde ja wirklich erst komplett, wenn sein Rückzug aus Bayern einhergeht mit der Inthronisierung von Gabriele Pauli als CSU-Vorsitzende. Aber soweit wird es wohl nicht kommen.

Montag, 1. Oktober 2007

Hallo Oktober!

Heute ist der 1. Also gute Gelegenheit den Oktober zu begrüßen: Hallo!

Das war kurz und schmerzlos - in München dauert das länger und ob es schmerzhaft ist, weiß ich nicht und werde es voraussichtlich auch gar nicht erfahren.



Und die ganz Harten, setzen sich nach der 4. Maß ins Kettenkarusell und lassen es "regnen".