Nach knapp drei Monaten war ich von Donnerstag bis Samstag mal wieder in Berlin - dienstlich. Naja, bei Sonnenschein bin ich im Rheinland losgefahren und bei trüben nebeligen Wetter kam ich in Berlin an. Und die Bahn hatte nicht einmal Verspätung.
Der dienstliche Termin am Freitag war schnell erledigt. Am Donnerstag abend konnte ich mit Ex-Kollegen einen kleinen Bummel durch die "Gerstensaft-Gasse" machen. Als ich die Kollegen abholte, hatte ich Gelegenheit die alten Büroräume mit etwas Abstand wieder zu sehen und meinem Nachfolger kurz die Hand zu schütteln. Alles so ganz ohne Wehmut.
Nein, Berlin du fehlst mir nicht. Eher schon ein paar Kollegen für ein nettes Bier nach Feierabend, aber da sind 600 Kilometer einfach zu weit. Aber so wie es aussieht wird mich mein Job hin und wieder nach Berlin führen, dann kann man das ja erledigen.
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Montag, 10. November 2008
Montag, 7. Juli 2008
Kopflos
Die Empörung war vorher schon groß: Hitler als Wachsfigur in der Berliner Zweigstelle von Madame Tussauds. Die Kritik reichte von unsensibel und geschmacklos bis zu obszön. Schön dass die Kritiker sich am 4. Juli (dem amerikanischen Unabhängigkeitstag) geäußert haben. Nach meinem Eindruck trafen diese Kritiker auf eine Stimmungslage des allgemeinen Unwohlseins und die Trauer wäre nicht groß gewesen, wenn man den "Führer" wieder in einen Wachsblock zurück versetzt hätte.
Aber war nicht bereits einen Tag später, ein Aufatmen in unserem Land zu verspüren? Da hatte doch tatsächlich einer gehandelt und nicht diskutiert - und der "Führer" blieb kopflos zurück. Schade, dass diese Tat nicht auf den 20. Juli gefallen ist - aber das wäre dann doch vielleicht zu symbolisch gewesen.
Insgeheim hoffe ich ja, dass die "Hitler-Figur" nicht restauriert wird und ihr Fehlen in der Thussauds-Ausstellung nicht weiter auffällt.
Aber war nicht bereits einen Tag später, ein Aufatmen in unserem Land zu verspüren? Da hatte doch tatsächlich einer gehandelt und nicht diskutiert - und der "Führer" blieb kopflos zurück. Schade, dass diese Tat nicht auf den 20. Juli gefallen ist - aber das wäre dann doch vielleicht zu symbolisch gewesen.
Insgeheim hoffe ich ja, dass die "Hitler-Figur" nicht restauriert wird und ihr Fehlen in der Thussauds-Ausstellung nicht weiter auffällt.
Dienstag, 1. Juli 2008
Zentrale Lage - aber laut
Eine erste Interessentin hat sich heute meine Berliner Ein-Raum-Wohnung angesehen. Ihr Kommentar: Super zentrale Lage, aber ganz schön laut.
Okay, kann ich nur zustimmen. Beruhigend ist nur, nachts wird es leiser. Auf die Frage, wie die Lautstärke am Wochenende sei, konnte ich nur passen - bin am Wochenende in der Regel nicht in der Wohnung.
Der Vermieter nutzt den Wechsel wohl, um die Miete etwas zu erhöhen: es werden rund 70 Euro mehr bei der Warmmiete fällig.
Okay, kann ich nur zustimmen. Beruhigend ist nur, nachts wird es leiser. Auf die Frage, wie die Lautstärke am Wochenende sei, konnte ich nur passen - bin am Wochenende in der Regel nicht in der Wohnung.
Der Vermieter nutzt den Wechsel wohl, um die Miete etwas zu erhöhen: es werden rund 70 Euro mehr bei der Warmmiete fällig.
Dienstag, 24. Juni 2008
1 + 1 = 3
Nun haben die Berliner Zehntklässler ihren zentralen Mathetest wiederholt. Dies war notwendig, weil der erste Test mit Lösungen schon vor der Prüfung im Internet veröffentlicht wurde. Dies soll auch beim zweiten Test der Fall gewesen sein - sozusagen Industriespionage in der Schule (Schulbehörde). Aber nicht nur, dass beim zweiten Test möglicherweise die Lösungen vor der Prüfung zur Verfügung standen, nein, dieser Test soll nach Aussagen von Fachlehrern auch noch schwerer gewesen sein. Eltern haben deswegen wohl bereits Widerspruch gegen den Test eingelegt und fordern eine Wiederholung.
Wenn demnächst in Berlin das Internet für ein bis zwei Tage nicht funktioniert, dann steht sicherlich der dritte Mathetest kurz bevor.
Wenn demnächst in Berlin das Internet für ein bis zwei Tage nicht funktioniert, dann steht sicherlich der dritte Mathetest kurz bevor.
Donnerstag, 10. April 2008
Lauter Hupen

Gelegentlich muss ich mich in den Straßenverkehr begeben. Hier in Berlin dann auch noch im Regelfall als Fußgänger. Dies bedeutet im Vergleich zu vielen anderen Verkehrsteilnehmern, dass ich mich mit einer gewissen Langsamkeit bewege. Damit nehme ich viele Dinge etwas anders wahr als „beschleunigte“ Verkehrsteilnehmer.
In Berlin fällt einem – also mir – dann auf, dass es ungeheuer viele Hupen in den Fahrzeugen gibt. Und sie werden in Berlin ausgiebig benutzt. Sich in den Verkehr zu begeben, bedeutet damit gleichzeitig von lauter Hupen umgeben zu sein. Aber nicht nur das. Hier wird auch noch lauter gehupt. Das Erschreckenspotential wird gerade für Fußgänger gewandelt zu einem Schreckenspotential.
Wenn man die Straße überquert und durch Hupen aufgefordert wird, den Fahrstreifen frei zu machen (hier gibt es viele Straßen, die drei oder vier Fahrstreifen für eine Richtung haben) und sich durch einen mutigen Sprung auf den nächsten Fahrstreifen rettet, kann das durchaus in die nächste Predulie führen. Denn auch dieser Fahrstreifen ist natürlich nicht frei, das nächste Hupen ist vorprogrammiert und so sicher wie das Amen in der Kirche.
Nun könnte man mir den guten Ratschlag geben: „Warum nimmst du Trottel nicht den nächsten Fußgängerüberweg!“ Naja, einerseits weil der natürlich in der Regel ziemlich weit weg ist und einen Umweg kann ich mir bei dem nächsten Termin nicht leisten. Aber andererseits natürlich auch, weil das Hupkonzert an Zebrastreifen und beampelten Fußgängerüberwegen nicht ausbleibt. Hupen am Zebrastreifen bedeutet, dass dieses Verkehrshindernis Fußgänger die Fahrbahn schneller wieder frei macht. An der Ampel mag s damit zusammenhängen, dass der gemeine Berliner Autofahrer denkt, die Ampelanlage wird durch hupen gesteuert. Je lauter man hupt, umso schneller bekommt der Fußgänger rot und man selbst wieder grün.
Hier kann man tatsächlichen erleben, dass Autofahrer hupen, weil der Vordermann an einer roten Ampel hält. Ich habe bisher in keiner anderen deutschen Stadt eine so große Hupmanie erlebt wie in Berlin. Manchmal scheint es mir so, dass die Hupe als Bremsersatz eingesetzt wird. Gehupt wird nämlich sehr häufig in Momenten, in denen in anderen Städten tatsächlich Autofahrer langsam ihre Bremse zum Einsatz bringen. Der Berliner hupt und ändert die Stellung seines rechten Fußes um keinen Millimeter.
Der Berliner Senat sollte nach meiner Auffassung in Erwägung ziehen, ein Hupsteuer einzuführen. Dafür muss in jedem Fahrzeug ein Hup-Fahrtenschreiber installiert werden, dessen Daten einmal im Monat ausgelesen werden. Jeder Hupvorgang kostet dann tageszeitabhängig 1 Euro bzw. 2 Euro (von 22 Uhr bis 6 Uhr). ich bin mir sicher, nach einem Jahr ist Berlin schuldenfrei.
Dienstag, 4. Dezember 2007
Knut: ein Jahr

Nun hat er morgen seinen ersten Geburtstag - der beliebteste Eisbär Deutschlands: Knut. Aber wird der Berliner Zoo anlässlich dieses Geburtstags am Mittwoch zeitweise seine Tore wegen Überfüllung schließen müssen?
"Knut war so winzig. Die Handvoll Eisbär mit einem Geburtsgewicht von 810 Gramm war Tage und Wochen dem Tode oft näher als dem Leben. Doch ein Jahr später an seinem ersten Geburtstag am 5. Dezember ist der weltweit bekannte Eisbär aus dem Berliner Zoo mit seinen gut 110 Kilo ein molliger Prachtbursche. Mehr als 2,5 Millionen Menschen haben den Publikumsliebling im ältesten deutschen Zoo in der Hauptstadt schon besucht, viele Millionen sahen die TV-Filme vom putzigen Spiel mit «Knuddel-Knut» und seinem Ziehvater Thomas Dörflein. Zum Geburtstag wird Pfleger Dörflein eine Spezialtorte aus Eis, Obst und Gemüse servieren. Zum Nachtisch bekommt Knut Buttercroissants und Weintrauben, seine Lieblingsspeise." (Quelle: Netzzeitung)
Aus dem süssen Bärchen ist jetzt ein richtiger Bär geworden. Ich kann nicht genau beurteilen, ob die Knut-Fangemeinde mit jedem Kilo, das Knut zulegte, abgenommen hat. Ich vermute jedoch, dass der Medienhype morgen noch mal richtig zuschlagen wird.
Montag, 29. Oktober 2007
Feuer über Berlin
Das Wochenende habe ich in Berlin verbracht, da berufliche Termine eine Heimfahrt nicht so sinnvoll erscheinen ließen. Dafür hat sich Berlin nicht lumpen lassen und mir ein Feuerwerk spendiert, das ich ganz genüsslich von meiner Bude genießen konnte. Deshalb nur ein paar Bilder.






Donnerstag, 18. Oktober 2007
Kleine Tour de Berlin
Als "Rheinländer", der unter der Woche in Berlin arbeitet, gehört der Feierabend im Regelfall nicht zu den wirklich spannenden Momenten im Leben. Der gestrige Abend stellt hier eine der wenigen Ausnahmen dar.
Zwei rheinische Dorfnachbarn hatten unabhängig voneinander gestern und heute beruflich in Berlin zu tun. Dies führte dazu, dass wir uns gestern Nachmittag/Abend ganz zwanglos auf ein Bier trafen.
Unser Ausgangs- und Treffpunkt war das Georgs-Bräu im Nikolaiviertel. Das hauseigene Bier schmeckt eigentlich ziemlich gut. Aber auch das Nikolaiviertel entwickelt sich zur Touristenfalle, was man an den Bierpreisen zu spüren bekommt. Unter diesem Aspekt sollte man sich gleich einen Pitcher gönnen - da spart man auf den Liter Bier immerhin über 2 Euro. (Tipp: Nicht zu spät hingehen, denn die machen für Berliner Verhältnisse früh dicht, wenn nicht mehr so viel Gäste da sind.)
Danach schlenderten wir Richtung Bahnhof Friedrichstr., um einen Bierwechsel vorzunehmen und was für den Stoffwechsel zu tun. Ziel war die Deponie Nr. 3 in der Georgenstr. Eigentlich nettes Ambiente, aber gestern Abend gab es nur noch Platz im großen Nebenraum. Dort fand irgendeine Betriebsfeier statt und die Live-Musik war ziemlich laut (und auch nicht so gut). So haben wir unsere "Berliner Pferdeäppel" gegessen und uns dann möglichst schnell vom Acker gemacht.
Und wo nehmen "Rheinländer" in Berlin ihr Abschlussbier ein? Natürlich in der Ständigen Vertretung. Dort hatten wir dann auch das "Vergnügen", dem Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft beizuwohnen. Das führte letztlich dazu, dass der Kölschdurst nicht übermächtig wurde.
Im Resüme kann ich nur feststellen, es war ein wirklich schöner Abend, aber das lag natürlich vor allem an meinen Nachbarn. Mal sehen, wann es sie wieder an die Spree treibt.
Zwei rheinische Dorfnachbarn hatten unabhängig voneinander gestern und heute beruflich in Berlin zu tun. Dies führte dazu, dass wir uns gestern Nachmittag/Abend ganz zwanglos auf ein Bier trafen.
Unser Ausgangs- und Treffpunkt war das Georgs-Bräu im Nikolaiviertel. Das hauseigene Bier schmeckt eigentlich ziemlich gut. Aber auch das Nikolaiviertel entwickelt sich zur Touristenfalle, was man an den Bierpreisen zu spüren bekommt. Unter diesem Aspekt sollte man sich gleich einen Pitcher gönnen - da spart man auf den Liter Bier immerhin über 2 Euro. (Tipp: Nicht zu spät hingehen, denn die machen für Berliner Verhältnisse früh dicht, wenn nicht mehr so viel Gäste da sind.)
Danach schlenderten wir Richtung Bahnhof Friedrichstr., um einen Bierwechsel vorzunehmen und was für den Stoffwechsel zu tun. Ziel war die Deponie Nr. 3 in der Georgenstr. Eigentlich nettes Ambiente, aber gestern Abend gab es nur noch Platz im großen Nebenraum. Dort fand irgendeine Betriebsfeier statt und die Live-Musik war ziemlich laut (und auch nicht so gut). So haben wir unsere "Berliner Pferdeäppel" gegessen und uns dann möglichst schnell vom Acker gemacht.
Und wo nehmen "Rheinländer" in Berlin ihr Abschlussbier ein? Natürlich in der Ständigen Vertretung. Dort hatten wir dann auch das "Vergnügen", dem Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft beizuwohnen. Das führte letztlich dazu, dass der Kölschdurst nicht übermächtig wurde.
Im Resüme kann ich nur feststellen, es war ein wirklich schöner Abend, aber das lag natürlich vor allem an meinen Nachbarn. Mal sehen, wann es sie wieder an die Spree treibt.
Mittwoch, 17. Oktober 2007
Festival of Lights

Mit einem Feuerwerk an Illuminationen und Veranstaltungen verwandelt das FESTIVAL OF LIGHTS™ auch 2007 wieder die deutsche Hauptstadt zwei Wochen lang vom 16. bis 28. Oktober in eine einzigartige Glitzermetropole. Weltberühmte historische Wahrzeichen und Orte Berlins, wie das Brandenburger Tor, der Funk- und der Fernsehturm, werden spektakulär mit Licht, Events, Projektionen und Feuerwerk in Szene gesetzt. Begleitet wird das Festival von zahlreichen Kunst- und Kulturveranstaltungen rund um das Thema Licht.
Die Besucher Berlins können allabendlich auf speziellen Lightseeing-Touren mit dem Light-Liner, dem Light-Ship, dem Light-Velo und dem Light-Cruso die Illuminationen erleben. Besonders die Wochenenden locken mit Veranstaltungshighlights. Am ersten Festivalsonnabend, 20. Oktober, präsentieren sich in der "Nacht der offenen Türen" viele der illuminierten Gebäude mit Special-Events bis Mitternacht.
Am zweiten Festivalsonnabend, 27. Oktober, gibt es auf dem Berliner Kurfürstendamm bereits zum 15. Mal die "Lange Nacht des Shoppings", Deutschlands erfolgreichstes Shopping-Event. Einkaufen bis Mitternacht in der traumhaften Illuminierung des FESTIVAL OF LIGHTS™.
Startschuss für das diesjährige FESTIVAL OF LIGHTS™ ist eine faszinierende öffentliche Feuerwerk-Laser-Show am 16. Oktober ab 22 Uhr auf dem Alexanderplatz.
Über das genaue Programm kann man sich hier informieren.
Zur Eröffnung gestern gab es schon wunderbare Bilder, von denen ich leider nur das Ende mitbekommen habe.
Mittwoch, 12. September 2007
Alexa, Alexa
Einmal befindet man sich auf Dienstreise in Hannover und schon ist in Berlin der Teufel los.

Es müssen sich wilde Szenen ab Mitternacht abgespielt haben. Bereits wenige Stunden nachdem die Türen geöffnet wurden, ist der Komplex für die Öffentlichkeit auch schon wieder dicht gemacht worden. Und dabei gab es doch gar nichts umsonst: Einiges war allerdings richtig billig, wenn ich es recht bedenke.
Die Angst, ein Schnäppchen zu verpassen, hat in Berlin jedoch Massen mobilisiert - ein Hoch auf den Kapitalismus.
Vielleicht schaffe ich es ja nächste Woche mal rein zu schauen, liegt ja bei mir direkt um die Ecke - diese Woche schaffe ich es nicht mehr, komme nicht mehr in die Nähe von Berlin.
Es müssen sich wilde Szenen ab Mitternacht abgespielt haben. Bereits wenige Stunden nachdem die Türen geöffnet wurden, ist der Komplex für die Öffentlichkeit auch schon wieder dicht gemacht worden. Und dabei gab es doch gar nichts umsonst: Einiges war allerdings richtig billig, wenn ich es recht bedenke.
Die Angst, ein Schnäppchen zu verpassen, hat in Berlin jedoch Massen mobilisiert - ein Hoch auf den Kapitalismus.
Vielleicht schaffe ich es ja nächste Woche mal rein zu schauen, liegt ja bei mir direkt um die Ecke - diese Woche schaffe ich es nicht mehr, komme nicht mehr in die Nähe von Berlin.
Dienstag, 21. August 2007
Donnerstag, 9. August 2007
Regen? Nicht überall

Da ich in einigen Post gelesen habe, dass das schlechte Wetter auf's Gemüt schlägt - hier ein Beweisfoto von Berlin bei Sonnenschein und 27 Grad im Schatten.
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