Nun ist es amtlich: "Männer verbringen laut einer Umfrage mehr Zeit auf der Toilette als Frauen." So berichtet die netzzeitung.de - und weiter: "Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK im Auftrag des Toilettenpapierherstellers Zewa aus Mannheim hervor. So benötigen 34 Prozent der Männer fünf bis zehn Minuten auf dem WC, bei den Frauen sind es nur 29 Prozent. 16 Prozent der Männer braucht sogar 10 bis 15 Minuten, bei den Frauen sind es lediglich 6 Prozent. Mehr als jeder Zweite liest auf der Toilette. Männer greifen dabei vor allem zu Computerzeitschriften oder Tageszeitungen, bei Frauen stehen Frauenmagazine und Romane hoch im Kurs. Jeder vierte Jugendliche im Alter von 14 bis 29 nutzt die Zeit zum Musik hören oder SMS schreiben. Befragt wurden 1000 Personen."
Jetzt wissen wir also auch das. Ich oute mich dabei als Zeitungsleser. Bei Frauen müssen es demnach ziemlich dünne Romane sein, sonst würde es ja länger dauern.
Die Frage, die allerdings noch nicht geklärt ist: Wer braucht länger vorm Spiegel? Vom Gefühl würde ich sagen - hier brauchen Frauen länger, aber höchstwahrscheinlich wird eine Untersuchung von Margret Astor auch hier wieder ergeben, Männer brauchen länger. Höchstwahrscheinlich weil man Tageszeitungen mit zwei Händen halten muss und ein Roman sich auch mit einer Hand halten läßt. Ach, scheiß Thema!
Samstag, 7. Juli 2007
Vertane Zeit oder sinnvoll genutzt?
Freitag, 6. Juli 2007
4 Wochen Ruhe
Zur Einstimmung:
Donnerstag, 5. Juli 2007
Der gläserne Abgeordnete
Wer die Seite besucht, wird feststellen, dass wir vom gläsernen Abgeordneten noch weit entfernt sind, denn die Nebeneinkünfte - bei einigen vielleicht sogar die Haupteinkünfte - werden in 3 Stufen eingeordnet:
Stufe 1: 1000 bis 3500 Euro
Stufe 2: bis 7000 Euro
Stufe 3: über 7000 Euro
Dazu muss deutlich gemacht werden, ob die Stufe monatlich oder jährlich erreicht wird.
Letztlich erfahren die Bürger doch nur grob, was ihre Volksvertreter neben ihren Diäten erhalten. Und ob ein Aufsichtsratsmitglied der Stufe 3 eben mal 8.000 Euro oder 40.000 Euro im Jahr bekommt bleibt im Ungewissen. Aber vielleicht ist es auch egal und es interessiert keinen?
Mittwoch, 4. Juli 2007
Reliquienhandel
http://cgi.ebay.com/Paris-Hiltons-Trash-a-used-coke-can_W0QQ itemZ160134199653QQihZ006QQcategoryZ2312QQrdZ1QQcmdZ ViewItem
Aber nicht genug: Zwei Briefe (Umschläge) an Paris Hilton in die Strafanstalt adressiert haben bei eBay bereits den Besitzer gewechselt.

Und das für sage und schreibe 510 Dollar - dabei sind die Briefmarken gar nicht so wertvoll. Aber wofür können sich Menschen nich begeistern, sogar mit leeren Hundefutter-Dosen wird gehandelt.
Muss Paris eigentlich Müllgebühren bezahlen oder bekommt sie einen monatlichen Scheck von der Stadtreinigung? Wenn man eine eigene Cola-Dose anbietet und sagt sie wäre von Paris, ist das eigentlich bereits Urkundenfälschung? Ich rede mal mit meiner Advocard, da muss jetzt Klarheit her.
Berliner Bulletin (6)
Die 480.000 Beschäftigten in den 450 Behörden des Bundes hätten es nicht immer leicht. Sie sollen schnell, effizient und vor allem bürgernah sein. Dabei würden die Bürgerinnen und Bürger "auch nicht anspruchsloser", so die Kanzlerin. Sie stellten große Erwartungen an die Verwaltung.
Bürgerinnen und Bürger forderten freie Selbstbestimmung und ein hohes Maß an Sicherheit. Dafür trage der Staat die Verantwortung: Er müsse neben äußerer und innerer Sicherheit auch die soziale Sicherheit gewähren.
Als künftige Aufgaben der Verwaltung sah Merkel insbesondere den Bürokratieabbau und die Erneuerung der Struktur der Informationstechnik (IT) an. Beim Bürokratieabbau gehe es darum, dass die Unternehmen von 25 Prozent der Kosten entlastet werden, die für die Erbringung von Statistiken und Berichten anfallen. Hier forderte die Kanzlerin auf: "Meine Bitte: Machen Sie kreativ mit".
Bei den Reformen in der Verwaltung gelte es, ein richtiges Maß von Beständigkeit und Veränderung hinzubekommen. Dabei bestärkte Merkel die Beschäftigten, Mut, Kreativität und Engagement an den Tag zu legen. (Quelle: Bundesregierung)
Dieses Statement gab die Bundeskanzlerin auf der 5. Behördenleitungstagung von sich. Leider wurde die 'geheime Botschaft' nicht ausgesprochen: Behörden könnten so schnell, effizient und sparsam arbeiten, wenn sich nur dieser Störfaktor Bürgerinnen und Bürger ausschalten ließe. Okay, ich habe jetzt gelernt, dass ich auch nicht anspruchsloser werde. Möglicherweise ist meine Erwartung, einen Personalausweis in weniger als vier Wochen zu bekommen, eine überzogene. Aber eigentlich sollen die Behörden doch für uns da sein und nicht umgekehrt, oder? Muss ich noch mal in Ruhe drüber nachdenken.
Dienstag, 3. Juli 2007
Retter der Welt - John McClane

Stirb langsam 4.0 füllt die deutschen Kinosäle, was bei dem wechselhaften Wetter sicher etwas leichter fällt. Doch diese Serienfortsetzung kann man sich auch ansehen, wenn draußen schönes Wetter ist - spannungsreich, achtiongeladen tritt dieser Film nicht nur in die Fußstapfen seiner Vorgänger (der 1. Teil liegt immerhin 20 Jahre zurück), sondern er füllt diese Fußstapfen auch gut aus.
Spielten die ersten beiden Teile an Weihnachten - beim dritten Teil weiß ich das gar nicht mehr genau, ob die Handlung an einem Feiertag spielt - ist der 4. Teil etwas patriotischer und spielt am Unabhängigkeitstag. Der Patriotismus, der im Film nicht deutlich herausgestrichen wird, passt jedoch zu Bruce Willis und seine politischen Überzeugungen.
Was in dem Film so harmlos anfängt - und die Anfangssequenz schafft es tatsächlich, den Zuschauer in kürzester Zeit die Rahmenbedingungen des Films zu erläutern - wird in kürzester Zeit zu einem rasanten und actiongeladenem Film. Weder für Bruce Willis und Justin Long noch für die Zuschauer bleibt Zeit zu verschnaufen. Die Rettung Amerikas erfordert den ganzen Einsatz der "Helden". Dabei erscheint die Abfolge der Ereignis dem Zuschauer als durchaus möglich und wirkt nicht aufgesetzt.

Wie es sich für einen Actionfilm gehört, sind aufregende Verfolgungsjagden (wunderbar der "Kampf" zwischen Helikopter und Truck oder das fliegende Polizeiauto, das einen Hubschrauber vom Himmel holt) zu sehen. Die damit verbundenen Stunts sind teilweise unvergleichlich.
Wie in den meisten aktuellen Filmen kommt die terroristische Bedrohung durch den Einsatz von Computern, es werden "Viren"programme geschrieben und in Systeme eingepflanzt, die verheerende Folgen für das ganze Land haben, aber letztlich geht es den Verbrechern - wie im guten alten Western - nur um Geld. Welche Botschaft sich letztlich hinter der Computerkriminalität verbirgt, läßt den Zuschauer prinzipiell kalt und erschließt sich mir nicht so ganz. Aber wir wissen ja, wie schnell Verbindungen zwischen Handlungen hergestellt werden und plötzlich politische Konsequenzen haben können: Computerspiel = Amoklauf.
Stirb langsam 4.0 - auch der Titel trägt ja schon Computerjargon in sich und 4.1 wird sicher der Director's Cut - ist eine konsequente und gelungene Fortentwicklung der vorherigen Filme. Dabei bleibt auch dieser Film seinem Amerikanismus treu: in der Rückbesinnung auf das Westerngenre (Yippi ya yeh Schweinebacke) oder das Heldenverständnis (Hier der fast witzige Dialog zwischen John und Matt im Auto - letztlich wird der Pazifist Matt auch zur Waffe greifen und deshalb am Ende auch ein Held sein).

Den Showdown ala John McClane sollte keiner verpassen und zur Beruhigung darf ich sagen, alles wird gut. (Ist eigentlich der Held des Filmes ein Mister Saubermann, der zwar Schmutz hinterlässt, aber vorher trotzdem aufgeräumt hat - wenigstens mit den Bösewichten. Heißt John McClane eigentlich John McClean - die Buchstaben stimmen doch immer noch.)
Ohne Double und doppelten Boden
Die tagesschau meldete gestern abend dies:
"Wer heute nicht bloggt, seine Facebook- oder Myspace-Seite nicht auf den neuesten Stand hält, ist einfach nicht mehr in. Da wird die Selbstdarstellungs-Kür schnell zur Pflicht: Doch wer wirklich wichtig ist, der hat besseres zu tun - und weiß zu delegieren. Dadurch ist inzwischen ein neues Berufsfeld entstanden, hat Rory Cellan-Jones, Technikkorrespondent der BBC, herausgefunden: Der Profi-Blogger produziert all die Selbstdarstellungs-Schnipsel, sucht die passenden Online-Freunde aus und beantwortet E-Mails.
"Hunderte von Leuten werden dafür bezahlt, andere Leute zu sein", so die Aussage von Cellan-Jones' Quelle.Welche Online-Berühmtheit ein Web-2.0-Double hat, darüber schweigen sich die Professionellen jedoch aus. In jedem Fall scheint es sich zu lohnen: So ein Online-Doppelgänger könne schon mal 1000 Pfund (knapp 1500 Euro) im Monat verdienen - pro Identität, versteht sich. Die Versuche des Journalisten, solche Doppelgänger kennenzulernen, verliefen jedoch im Sande: Alle Internet-Berühmtheiten, die er anschrieb, versicherten - wenig überraschend - per E-Mail, dass sie selbstverständlich ganz persönlich ihre Online-Identität auf den neuesten Stand halten.
Ab und zu sollten die Originale aber doch einmal nachsehen, was ihre Online-Identitäten so treiben. Vielleicht haben sie inzwischen begonnen, ein rufschädigendes Eigenleben zu führen. Oder die Doppelgänger beginnen, untereinander zu kommunizieren, quasi als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Übrigens: Für den, der am Computer noch mehr Zeit sparen will, gibt es inzwischen auch Programme, die das Solitär-Spielen automatisieren, so dass man sich wichtigeren Dingen widmen kann."
Ich versichere an dieser Stelle, dass mein Blog nur von mir geführt wird und keine andere Person für Geld oder Ehre hier Inhalte und Texte platziert oder schreibt. Aber funktioniert diese Versicherung eigentlich? Das könnte ja mein Double verfasst haben, wie ich der Meldung oben entnehmen konnte. Ich weiß zumindest, dass meine Person nicht wirklich so wichtig ist, dass ich keine Zeit für meine Einträge hätte - außerdem lassen meine finanziellen Möglichkeiten keinen Ghostwriter zu. Die Absonderlichkeiten der Themen in diesem Blog sind tatsächlich von mir.
Montag, 2. Juli 2007
Berliner Bulletin (5)
Ja, wenn die für so einen Jahresumsatz sorgen, dann können sie doch etwas höhere Mieten bezahlen. Immerhin unterliegen diese Vereine einem vereinfachten Steuerrecht - das heißt sie müssen keine oder nicht soviel Steuern bezahlen. Gibt es eigentlich nichts wichtigers zu fordern?
Sonntag, 1. Juli 2007
Lokführer oder nicht?
Die letzte Arbeitswoche vorm Urlaub wird zu packen sein. Dann darf ich mir nochmal Gedanken machen, ob ich am Freitag dem Streik "zum Opfer" falle. Aber die Hoffnung stirbt zu letzt.
