Mittwoch, 2. Juli 2008
Pranger 2.0
Denunziation soll bei uns jetzt auch gefördert werden: Seit gestern gilt im gesamten Bundesgebiet Rauchverbot in den Kneipen. In Berlin haben die Ordnungsämter in breiter Mehrheit bereits angekündigt, auf Grund von Personalmangel wird es keine Kontrollen geben, erst bei entsprechenden Hinweisen (Denunziationen) wird man tätig werden.
Ich bin gespannt, wann diese "Hinweis"-Aufforderung als Bürgerbeteiligung bezeichnet wird.
Dienstag, 15. April 2008
12 Millionen
Stolz konnte DENIC gestern die 12 millionste .de-Registrierung vornehmen und verkünden. Damit stehen die de-Domains weiterhin an der Spitze der länderbezogenen Kennungen auf der Welt.
Laut DENIC "wächst die deutsche Top Level Domain um etwa eine Million Einträge" pro Jahr und ein Ende sei noch nicht abzusehen. Rein rechnerisch kommen auf 1.000 Einwohner 145 Domains.
Mein privater Beitrag dazu ist gleich null, denn ich besitze keine de-Domain. Mir reichen die fünf, die ich für meinen Arbeitgeber verwalten muss - und da kommen ja noch einige Subdomains dazu.
Mittwoch, 2. April 2008
Verstopfen Blogs das Internet?
Lars-Christian Cords von fischerAppelt Kommunikation neigt in seiner Antwort eher zu ja. Blogs sind "egozentrische Selbstreflexionen mit dem Nachrichten- und Lesewert eines Teenie-Tagebuchs". Nach seiner Ansicht ist das Web 2.0 der Blogs tot, die Zukunft liege in den Social Networks.
Eher zum nein neigt Vasco Sommer-Nunes, geschäftsführender Gesellschafter bei blog.de. "Blogs bereichern und demokratisieren unsere Medienkultur", so sein Statement. Die heutige Gesellschaft brauche diesen Meinungsaustausch und damit werde eine Kultur des freien Diskurses eröffnet.
Okay, ich finde die Frage schon merkwürdig. Bisher hatte ich nie das Gefühl, dass das Internet - durch was auch immer - verstopft sei. Eher lag das Problem bei mir und da bei der technischen Ausstattung oder bei meinem Provider: bis jetzt jedenfalls nicht an den Inhalten im Netz. Und wenn Blogs tatsächlich das Internet verstopfen würden, wer hätte davon den größten Schaden? Soll die Datenautobahn freigeschaufelt werden, damit die großen Unternehmen sich frei auf der Überholspur bewegen können? Dass das Datennetz so gut ausgebaut ist, ist doch uns "Kleinwagenfahrern" zu verdanken!
Ich denke einfach nicht mehr weiter über die Frage nach und wende mich lieber den Antworten zu: Sie, Herr Cords, wollen das Netz wieder professionalisieren und da müssen die Blog-Amateure natürlich raus. Super Idee! Wenn die Amateure raus sind, kann man natürlich viel mehr Geld verdienen und zwar mit dem gleichen Mist, den wir Blogger kostenfrei anbieten. Und was ist schlimm daran, dass es Blogs gibt mit dem Niveau eines Teenie-Tagebuches? Es soll ja auch Werbekampagnen geben, die nicht mal dieses Niveau erreichen - wie zum Beispiel "Du bist Deutschland" oder "Deutschland quatscht sich leer". Die Zukunft liegt in den Social Networks, sagt zumindest Herr Cords, und da muss ich ihm Recht geben. Und Blogs sind die kommunikativen Keimzellen von Sozialen Netzwerken und diese Form von Kommunikation für tot zu erklären, ist von einem leitenden Mitarbeiter einer Kommunikations-Agentur natürlich zu erwarten.
Da gefällt mir die Einschätzung von Herrn Sommer-Nunes schon viel besser und kommt auch meiner Überzeugung näher. Bloggen ist ein Beitrag zur demokratischen Kultur und kein Ort der "Einschaltquoten". Bloggen bedeutet, Menschen kennen zu lernen, mit ihnen ins "Gespräch" zu kommen, über den Tellerrand zu schauen - und ich bekomme es nicht vorgesetzt, ich bin mein eigener Kapitän und setze selbst mein Kurs im Internet. Nein, Blogs verstopfen nicht das Internet. Blogs erweitern meinen Horizont, sie zeigen Pluralität, Verschiedenheit und bringen uns über Grenzen hinweg ein Stückchen zusammen.
Mittwoch, 13. Februar 2008
Der gläserne Bürger
Hier die zusammengefasste Information aus der Bitkom-Studie: "Viele Deutsche machen ihr Leben publik. Bei den 14- bis 29-Jährigen veröffentlicht bereits jeder Zweite persönliche Informationen im Netz. Doch nicht nur junge Nutzer präsentieren sich online: „Die älteren Surfer gehen zunehmend mit eigenen Profilen ins Web“, sagt Prof. Dieter Kempf, Präsidiumsmitglied des Hightech-Verbandes BITKOM. Unter dem Strich hat fast jeder fünfte Deutsche (18 Prozent) eine private Internet-Präsenz, ergab die monatliche Erhebung WebMonitor von BITKOM und forsa. Dabei wurden tausend Bundesbürger repräsentativ befragt. Besonders beliebt sind Profile in Online-Netzwerken: 12 Prozent der Bundesbürger sind in solchen Communities präsent, in denen sie sich mit anderen Mitgliedern austauschen können. Ebenfalls genutzt werden eigene Homepages (4 Prozent), Online-Tagebücher und Singlebörsen (je 2 Prozent).
Männer nutzen die Online-Plattformen nach wie vor stärker: Mit 23 Prozent präsentieren sie sich häufiger im Netz als Frauen (15 Prozent). Weibliche Nutzer sind bei allen Formen privater Web-Präsenzen weniger stark vertreten. Nur geringe Unterschiede gibt es zwischen dem Westen Deutschlands (19 Prozent) und dem Osten (16 Prozent).
„Für viele Nutzer ist der Online-Austausch mit Gleichgesinnten eine Bereicherung“, sagt BITKOM-Präsidiumsmitglied Kempf. Sinnvoll sei dabei eine bewusste Entscheidung, welche persönlichen Daten die anderen Nutzer sehen sollen. In Communitys könnten Anwender oft zwischen Freunden und Fremden unterscheiden. „Nutzer haben es meist selbst in der Hand, das richtige Maß an Privatsphäre zu wählen“, so Kempf. Der BITKOM empfiehlt, diese Möglichkeit aktiv zu nutzen, denn einmal erzeugte Informationen halten sich im Netz oft lange."
Gerade der letzte Satz sollte uns zu denken geben, denn einmal im Netz eingestellte Informationen lassen sich derzeit so gut wie nicht löschen und beseitigen: Sie halten möglicherweise länger als eine Tätowierung.
Dienstag, 5. Februar 2008
Männer überschätzen sich ...
Eine Schlußfolgerung der Studie kann ich jedoch nicht wirklich einschätzen bzw. sorgt bei mir für keinen Erkenntnisgewinn: "Aktuelle Forschungsergebnisse belegen aber, dass beide Geschlechter ebenso häufig von Bedrohungen aus dem Internet betroffen sind."
Für mich besteht kein direkter Zusammenhang zwischen internen Wissen über Online-Sicherheit und äußerem Bedrohungspotential beim Internet. Viel interessanter wäre doch, führt Wissen dazu, dass Angriffe aus dem Internet besser abgewehrt werden können? Dazu findet sich leider keine Aussage in der Studie, aber das gehört vielleicht auch gar nicht zur Marketingstrategie, da die beste Abwehr natürlich die Nutzung der richtigen Software ist.
Mit einer Weisheit spielt die Studie auf jeden Fall souverän: Wir Männer neigen bei Online-Sicherheit zur Überschätzung wie in vielen anderen Themenfeldern auch - wir sind halt die Krönung der Schöpfung (und überschätzen damit unsere Existenz ein weiteres Mal).
Dienstag, 18. Dezember 2007
Internet auf dem Vormarsch
Auffällig und durchaus erwartbar würden eher Männer als Frauen auf das Fernsehen verzichten und bei den Altersgruppen eher Junge als Alte.
Da stellt sich dann mal wieder die Frage für mich: Würde ich eher auf meinen Blog oder meine eigene Talkshow im Fernsehen verzichten? Kann ich nicht einfach beides weiter machen?
Montag, 10. Dezember 2007
Tibbvehlär gesucht
1. Tschibo
2. Rutenplaner
3. Suchmaschienen
4. Goggle
5. Ebey
6. jahoo
7. onlein spiele
8. immobielien
9. hallowin
10. Babel Fisch
Allgemeine Suche: 9. Chat, 10. Dessous
Habe gerade mal kurz knuddels.de besucht - wäre ja fast einen eigenen Post wert. Vielleicht später mal.
Filme gesucht!
1. 300
2. Simpsons der Film
3. Spiderman 3
4. Transformers
5. Harry Potter 5
6. Ratatouille
7. Shrek der Dritte
8. Wer früher stirbt ist länger tot
9. Das Leben der Anderen
10. Stirb Langsam 4.0
Allgemeine Suche: 7. Knuddels, 8. Wikipedia
Was sind eigentlich Knuddels?
Politiker gesucht
1. Gabriele Pauli (Neu)
2. Angela Merkel (1)
3. Edmund Stoiber (2)
4. Horst Köhler
5. Horst Seehofer
6. George Bush (3)
7. Vladimir Putin (5)
8. Günther Beckstein
9. Frank Walter Steinmeier
10. Franz Müntefering
Allgemeine Suche: 5. Youtube, 6. Telefonbuch
Männer gesucht!
1. Bushido (1)
2. Justin Timberlake (5)
3. 50 Cent (Neu)
4. Eminem (Neu)
5. Xavier Naidoo (3)
6. Mika (Neu)
7. Robbie Williams (2)
8. Michael Jackson (Neu)
9. Johnny Depp (6)
10. Orlando Bloom (7)
Allgemeine Suche: 3. Immobilien, 4. Erotik
Frauen gesucht!
1. Paris Hilton (1)
2. Britney Spears (6)
3. Nelly Furtado
4. Rihanna (3)
5. Lafee (4)
6. Heidi Klum (Neu)
7. Pink (Neu)
8. Christina Aguilera (7)
9. Shakira (2)
10. Avril Lavigne (Neu)
In den Klammern stehen die Vorjahresplatzierungen.
In den allgemeinen Suchanfragen hat "Routenplaner" vor "Wetter" gewonnen.
Dienstag, 4. September 2007
Web 2.0
Na, dann wartet mal, wenn Schäuble richtig mitmacht, dann boomt Web 2.0 auch in Deutschland. Da habe ich keine Sorge.
Montag, 13. August 2007
Immer mehr Privates im Netz
Die Deutschen machen ihr Leben zunehmend öffentlich. Bereits jeder Fünfte (19 Prozent) stellt private Informationen ins Internet. Meist handelt es sich um Steckbriefe, Fotos oder Tagebücher. Während 7 Prozent der Bundesbürger diese Informationen auf eigenen Homepages hinterlegen, gestalten 10 Prozent ihre persönliche Internet-Präsenz bei Online-Communitys. Hier lassen sich oft Profile aufbauen und mit einer individuellen Adresse versehen. Auch Blogs und Singlebörsen spielten bei der Veröffentlichung privater Informationen eine Rolle – sie werden von jeweils 2 Prozent der Deutschen zu diesem Zweck genutzt. Das teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin mit. Quelle ist die monatliche Erhebung WebMonitor von BITKOM und forsa. 1000 Deutsche wurden repräsentativ befragt. „Online-Communitys sind gerade bei Schülern und Studenten beliebt. In dieser Gruppe verfügen 45 Prozent über ein eigenes Profil “, sagte Prof. August-Wilhelm Scheer, Präsident des BITKOM.
Zwischen West (20 Prozent) und Ost (16 Prozent) gibt es bei der Veröffentlichung privater Informationen im Internet nur geringe Unterschiede. Eine große Rolle spielt aber das Geschlecht. Während 25 Prozent der deutschen Männer Steckbriefe und Fotos online stellen, sind es bei den Frauen nur 14 Prozent. Das geringere Interesse zieht sich dabei durch alle Formen privater Internet-Präsenzen. So haben 10 Prozent der Männer eine Homepage und 13 Prozent ein Community-Profil, bei den Frauen betragen die Quoten 4 Prozent beziehungsweise 8 Prozent.
Ähnlich deutlich ist das Bild bei der Altersverteilung. Besonders aktiv sind die 14- bis 29-Jährigen. In dieser Gruppe veröffentlicht jeder Zweite (50 Prozent) private Informationen im Internet. Mit steigendem Alter nimmt die Rate immer weiter ab. Bei den 45- bis 59-Jährigen liegt sie nur noch bei 10 Prozent, bei den Über-60-Jährigen bei 3 Prozent. Scheer: „Unabhängig vom Alter gilt, dass bei privaten Internet-Präsenzen bewegte Bilder an Bedeutung gewinnen. Viele Homepages oder Community-Profile enthalten inzwischen selbst gedrehte Videos, die hochgeladen wurden“.
Na ja, vielleicht gelingt es mir mit meinen eigenen Aktivitäten das Verhalten meiner Altersgruppe etwas anzuheben.
